65-%-Regel weg, Biotreppe kommt: Was das neue Heizungsgesetz bedeutet
28. Oktober 2026 · 4 Folien zum Durchblättern
Alptekin KirciFachanwalt für Steuerrecht




Sie planen eine neue Heizung?
Wir zeigen Ihnen, was Ihre Entscheidung steuerlich bedeutet, gerade bei vermieteten Immobilien.
Die neue Freiheit bei der Heizungswahl bringt viele Optionen, aber auch neue Herausforderungen. Mit dem Wegfall der 65-%-Regel können Sie wieder zwischen verschiedenen Systemen wählen, von der Gasheizung bis zur Wärmepumpe. Doch Achtung: Die „Biotreppe“ führt schrittweise zu klimafreundlicheren Brennstoffen.
Die langfristigen Kosten sollten Sie dabei nicht aus den Augen verlieren. Klimafreundliche Brennstoffe und steigende CO₂-Preise können ins Geld gehen, besonders bei vermieteten Immobilien. Wir helfen Ihnen, die steuerlichen Auswirkungen Ihrer Entscheidung zu verstehen.
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65-%-Regel geht, Biotreppe kommt: Was das Gebäudemodernisierungsgesetz für Deine Heizungswahl bedeutet
Die starre Erneuerbare-Energien-Vorgabe für neue Heizungen ist gestrichen. Doch die Freiheit im Heizungskeller hat auch ihren Preis.
Die 65-%-Vorgabe ist entfallen
Zum 29.07.2026 ist die Vorgabe entfallen, nach der neue Heizungen mit mind. 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden mussten.
Als Eigentümer kannst Du nun wieder frei zwischen verschiedenen Systemen wählen – etwa Wärmepumpe, Fernwärme, Biomasse, Hybridheizung oder auch Gas- und Ölheizung.
Entscheidest Du Dich für Gas oder Öl, musst Du aber nach und nach einen vorgeschriebenen Anteil klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen.
Wie schnell dieser Anteil steigt? Das bestimmt die Biotreppe.
Die Biotreppe: Mindestanteil klimafreundlicher Brennstoffe
Neu eingebaute Gas- und Ölheizungen müssen künftig den folgenden Mindestanteil klimafreundlicher Brennstoffe – z. B. Biomethan oder Bioheizöl – nutzen:
ab 2029: 10 %
ab 2030: 15 %
ab 2035: 30 %
ab 2040: 60 %
ab 2045: 100 %Die Treppe führt also Schritt für Schritt weg von fossilen Brennstoffen hin zur Klimaneutralität ab 2045.
Die neue Freiheit kann langfristig ins Geld gehen
Klimafreundliche Brennstoffe können teurer sein als fossile Energieträger. Hinzu kommen steigende CO₂-Preise und Netzentgelte. Und bei vermieteten Immobilien müssen bestimmte Mehrkosten 50:50 auf Vermieter und Mieter verteilt werden.
Bei der Wahl Deiner Heizung solltest Du also nicht nur den Anschaffungspreis, sondern auch die langfristigen Betriebskosten im Blick behalten.
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